Google-Beiträge im Unternehmensprofil: Arten, Regeln und Ideen
Mit Beiträgen im Google-Unternehmensprofil zeigen Sie Neuigkeiten, Angebote und Termine direkt in Suche und Maps. Wir erklären die drei Beitragsarten, die Regeln, an denen Beiträge scheitern, und wie Sie mit wenig Aufwand regelmäßig etwas veröffentlichen.
Inhaltsverzeichnis
- Was Google-Beiträge sind und wo sie erscheinen
- Die drei Beitragsarten im Überblick
- Beitrag erstellen: Schritt für Schritt
- Regeln: woran Beiträge scheitern
- Was Beiträge bringen – und was nicht
- Themenideen aus dem Betriebsalltag
- Texte und Bilder, die funktionieren
- Beiträge mit der Website verbinden
- Wie oft sollten Sie posten?
- Checkliste für Google-Beiträge
- Häufige Fragen
- Es gibt drei Beitragsarten: Aktuelles (Neuigkeiten), Angebote und Veranstaltungen. Angebote und Veranstaltungen brauchen Titel und Zeitraum.
- Beiträge erscheinen in Google Suche und Maps im Profil. Ohne festgelegten Zeitraum werden sie laut Google nach sechs Monaten archiviert.
- Telefonnummern im Beitragstext können zur Ablehnung führen – nutzen Sie stattdessen den Button „Jetzt anrufen“.
- Einen direkten Ranking-Effekt bestätigt Google nicht. Beiträge wirken vor allem auf Interessenten, die Ihr Profil bereits ansehen.
- Mit der Planungsfunktion lassen sich Beiträge vorbereiten und wiederholen – ein Termin pro Monat reicht für einen guten Rhythmus.
Wer Ihr Unternehmensprofil in Google Maps öffnet, sieht Name, Bewertungen, Öffnungszeiten und Fotos. Ob der Betrieb gerade Kapazitäten hat, was sich zuletzt getan hat oder ob es eine Aktion gibt, sieht er nicht – es sei denn, Sie nutzen Beiträge. Damit veröffentlichen Sie kurze Meldungen mit Bild und Button direkt im Profil, ähnlich wie in sozialen Netzwerken, aber genau dort, wo Kunden nach Ihnen suchen.
Dieser Beitrag erklärt, wie Beiträge funktionieren und wofür sie sich eignen. Wenn Ihr Profil noch nicht eingerichtet ist, beginnen Sie mit dem Leitfaden Google-Unternehmensprofil erstellen.
Was Google-Beiträge sind und wo sie erscheinen
Beiträge sind Inhalte, die Sie als Inhaber oder Verwalter direkt über das Unternehmensprofil veröffentlichen. Laut Google erscheinen sie
- auf dem Smartphone in Google Suche und Maps in den Bereichen „Aktuelle Informationen“ bzw. „Übersicht“ des Profils,
- am Computer im Abschnitt „Vom Inhaber“ des Profils.
Zusätzlich kann Google einzelne Veranstaltungen und Angebote automatisch aus verknüpften Facebook- oder Instagram-Konten übernehmen. Darauf haben Sie nur begrenzt Einfluss, deshalb lohnt es sich, wichtige Inhalte selbst als Beitrag anzulegen.
Beiträge ohne festgelegten Zeitraum werden laut Google nach sechs Monaten archiviert. Ein Profil, dessen letzter sichtbarer Beitrag ein Jahr alt ist, zeigt also gar keinen Beitrag mehr – oder wirkt mit einem veralteten Angebot schnell verlassen.
Die drei Beitragsarten im Überblick
| Art | Pflichtangaben | Optional | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Aktuelles | Beschreibung | Foto oder Video, Button | Neues Projekt, neue Leistung, Team-Zuwachs, Betriebsurlaub |
| Angebot | Titel, Start- und Enddatum | Beschreibung, Bild, Gutscheincode, Link, Bedingungen | Saisonaktion, Wartungsangebot, Aktionswoche |
| Veranstaltung | Titel, Start- und Enddatum | Uhrzeit, Beschreibung, Bild, Button | Tag der offenen Tür, Infoabend, Messeauftritt, Workshop |
Bei Angeboten fügt Google automatisch einen Button „Angebot ansehen“ hinzu. Lassen Sie bei Veranstaltungen die Uhrzeit weg, gilt die Veranstaltung als ganztägig. Für Neuigkeiten können Sie einen Button wählen, der zum Beispiel zur Terminbuchung, zur Bestellung oder zu einer Seite mit weiteren Informationen führt.
Unabhängig von Beiträgen gibt es im Profil eigene Bereiche für Leistungen und – je nach Branche – Produkte. Dauerhafte Inhalte wie „Badsanierung“ oder „Heizungswartung“ gehören dorthin. Beiträge sind für das, was neu oder zeitlich begrenzt ist.
Beitrag erstellen: Schritt für Schritt
- Profil öffnenMelden Sie sich mit dem Konto an, das Inhaber oder Verwalter des Profils ist, und öffnen Sie die Profilverwaltung in Google Suche oder Maps.
- Beitrag hinzufügenWählen Sie die Option zum Erstellen eines Beitrags und dann die Art: Aktuelles, Angebot oder Veranstaltung.
- Bild oder Video wählenEin echtes Foto aus Ihrem Betrieb, ohne eingeblendete Werbetexte.
- Text schreibenDie wichtigste Aussage in den ersten Satz, danach ein bis drei Sätze mit Details. Keine Telefonnummer in den Text.
- Button festlegenZum Beispiel „Jetzt anrufen“ mit Ihrer bestätigten Profilnummer oder „Weitere Infos“ mit Link auf die passende Seite Ihrer Website.
- Veröffentlichen oder planenSofort veröffentlichen oder über „Diesen Beitrag planen“ ein Datum und eine Uhrzeit festlegen.
- Status prüfenJeder Beitrag wird geprüft. Status „Live“ heißt veröffentlicht, „Ausstehend“ heißt in Prüfung (oder Profil noch nicht bestätigt), „Nicht freigegeben“ heißt abgelehnt.
Planen, wiederholen, mehrere Profile
Über die Planungsfunktion bereiten Sie Beiträge im Voraus vor. Mit „Wiederholungen“ lassen sie sich wöchentlich, monatlich oder in einem eigenen Rhythmus erneut veröffentlichen – etwa eine monatliche Erinnerung an den Wartungsservice. Wer mehrere Standorte verwaltet, kann einen Beitrag beim Veröffentlichen für mehrere Profile gleichzeitig auswählen.
Regeln: woran Beiträge scheitern
Beiträge durchlaufen eine Prüfung nach den Inhaltsrichtlinien. Die häufigsten Gründe für eine Ablehnung:
- Kontaktdaten im Text: Google entfernt laut eigenen Richtlinien unter Umständen Beiträge mit nicht bestätigten Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder Social-Media-Namen, um Betrug vorzubeugen. Nutzen Sie stattdessen den Button „Jetzt anrufen“.
- Regulierte Produkte: Unternehmen aus regulierten Branchen dürfen Beiträge erstellen, aber nicht über die regulierten Produkte selbst, etwa Alkohol, Tabak, Arzneimittel oder Finanzprodukte.
- Angebote bei Hotels: Hotels dürfen keine Angebotsbeiträge erstellen und keine Rabatte in Beiträgen bewerben.
- Unpassende Inhalte und Links: Inhalte müssen familienfreundlich sein, Links auf vertrauenswürdige Seiten führen.
Für Preise und Rabatte in Beiträgen gelten dieselben Regeln wie in jeder anderen Werbung. Nennen Sie Bedingungen und Zeitraum klar und werben Sie nicht mit Preisen, die es so nicht gibt. Sie sind laut Google selbst dafür verantwortlich, dass Beiträge und Fotos den geltenden Gesetzen entsprechen.
Was Beiträge bringen – und was nicht
In vielen Ratgebern liest man, regelmäßige Beiträge würden das Ranking in Google Maps verbessern. Belegt ist das nicht: In seiner Hilfe zum lokalen Ranking nennt Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit sowie vollständige Angaben, Bewertungen und Fotos – Beiträge werden dort nicht als Ranking-Faktor genannt. Mehr dazu im Beitrag Ranking-Faktoren in Google Maps.
Der Nutzen von Beiträgen liegt woanders:
- Vertrauen: Ein aktueller Beitrag zeigt, dass der Betrieb aktiv ist und jemand das Profil pflegt.
- Entscheidungshilfe: Wer zwischen drei Betrieben schwankt, sieht ein frisches Projektfoto oder den Hinweis „Termine für Heizungswartung ab Oktober frei“.
- Zeitlich begrenzte Informationen: Betriebsurlaub, geänderte Erreichbarkeit, Aktionswochen, Veranstaltungen.
- Weiterleitung: Mit einem Button führen Sie Interessenten gezielt zu einer Leistungsseite oder einem Formular.
Wir übernehmen Themenplanung, Texte und Veröffentlichung für Ihr Profil.
Themenideen aus dem Betriebsalltag
Die häufigste Hürde ist nicht die Technik, sondern die Frage: Was soll ich schreiben? Hier einige Ideen, die sich in Handwerk und Mittelstand bewährt haben:
| Branche | Aktuelles | Angebot / Veranstaltung |
|---|---|---|
| Sanitär und Heizung | Fertiges Bad mit Vorher-nachher-Foto, neue Förderbedingungen kurz erklärt | Wartungsaktion vor der Heizsaison |
| Dachdecker | Projekt der Woche, Tipps nach einem Sturm | Dachcheck im Frühjahr |
| Elektriker | Neue Wallbox-Installation, neuer Mitarbeiter | Infoabend Photovoltaik und Speicher |
| Arztpraxis | Urlaubsvertretung, neue Sprechzeiten, Impfsaison | Gesundheitstag in der Praxis |
| Steuerkanzlei | Hinweis auf Fristen, neues Teammitglied | Webinar für Existenzgründer |
| Autohaus und Werkstatt | Neues Modell im Showroom, Reifenwechsel-Saison | Frühjahrscheck, Hausmesse |
Wer ohnehin Fotos für Instagram oder Facebook macht, kann diese Inhalte für das Profil nutzen – angepasst auf eine kurze Aussage mit Button. Wie Sie dafür den Aufwand klein halten, steht im Beitrag Instagram für Handwerksbetriebe.
Texte und Bilder, die funktionieren
Beiträge werden meist auf dem Smartphone gesehen, oft nur als Vorschau. Daraus ergeben sich ein paar einfache Regeln:
- Eine Botschaft pro Beitrag. Nicht „Neues Bad, Betriebsurlaub und Stellenangebot“ in einem Text.
- Das Wichtigste zuerst. Der erste Satz muss allein verständlich sein: „Termine für die Heizungswartung im Oktober noch frei.“
- Konkret statt werblich. „Badsanierung in Fellbach abgeschlossen – bodengleiche Dusche, neue Fliesen, fertig in drei Wochen“ sagt mehr als „Wieder ein zufriedener Kunde!“.
- Echte Fotos. Baustelle, Team, Fahrzeug, fertiges Projekt. Achten Sie darauf, dass auf Fotos aus Kundenhäusern keine persönlichen Gegenstände oder Adressen erkennbar sind, und holen Sie bei erkennbaren Personen das Einverständnis ein.
- Ein passender Button. „Anrufen“ für kurzfristige Termine, „Weitere Infos“ für Leistungen mit Erklärungsbedarf.
Setzen Sie sich einmal pro Quartal 30 Minuten hin und notieren Sie drei bis sechs Themen: Saisonthemen, geplante Aktionen, Projekte mit guten Fotos. Planen Sie die Beiträge dann direkt im Profil ein. So entsteht ein Rhythmus, ohne dass jede Woche jemand daran denken muss.
Beiträge mit der Website verbinden
Ein Beitrag hat nur wenig Platz. Für alles, was Erklärung braucht, ist die Website zuständig. Die Kombination funktioniert gut, wenn Sie ein paar Dinge beachten:
- Passende Zielseite: Ein Beitrag zur Wallbox-Aktion verlinkt die Seite zur Wallbox-Installation, nicht die Startseite. Wer klickt, will genau dazu mehr wissen.
- Gleiche Aussage: Was im Beitrag steht – Preis, Zeitraum, Bedingungen –, steht auch auf der Zielseite. Widersprüche kosten Vertrauen.
- Kontaktweg auf der Zielseite: Telefonnummer und kurzes Formular sichtbar, damit aus dem Klick eine Anfrage werden kann.
- Nach Ablauf aufräumen: Endet eine Aktion, passen Sie auch die Website an, statt das Angebot dort monatelang stehen zu lassen.
Umgekehrt eignet sich manches, was Sie auf der Website veröffentlichen, als Anlass für einen Beitrag: ein neues Referenzprojekt, eine neue Leistungsseite oder eine Stellenanzeige. So entsteht aus einer Arbeit zweimal Sichtbarkeit.
Wie oft sollten Sie posten?
Eine Vorgabe von Google gibt es nicht. Für die meisten Betriebe ist ein Beitrag alle zwei bis vier Wochen ein realistischer Rhythmus, der das Profil lebendig hält, ohne zur Last zu werden. Wichtiger als die Frequenz ist, dass Angebote und Termine aktuell sind: Ein abgelaufenes Angebot oder eine Veranstaltung vom letzten Jahr wirkt schlechter als gar kein Beitrag. Beiträge mit festem Zeitraum laufen automatisch aus, alle anderen werden nach sechs Monaten archiviert.
Checkliste für Google-Beiträge
- Das Profil ist bestätigt, und Sie haben Inhaber- oder Verwalterrechte.
- Jeder Beitrag hat eine klare Botschaft und ein echtes Foto.
- Im Text stehen keine Telefonnummern oder E-Mail-Adressen – der Button übernimmt den Kontakt.
- Angebote haben Titel, Zeitraum und klare Bedingungen.
- Veranstaltungen haben Datum und – falls nicht ganztägig – Uhrzeit.
- Der Button führt auf die passende Seite oder zur bestätigten Telefonnummer.
- Der Status jedes Beitrags wurde nach der Veröffentlichung geprüft.
- Themen sind für die nächsten Wochen geplant, abgelaufene Inhalte werden entfernt.
Häufige Fragen
Kann ich Google-Beiträge auch ohne bestätigtes Profil veröffentlichen?
In der Praxis nein. Beiträge werden über die Profilverwaltung erstellt, die ein bestätigtes Profil und Inhaber- oder Verwalterrechte voraussetzt. Google weist darauf hin, dass der Status „Ausstehend“ auch bedeuten kann, dass das Profil noch nicht bestätigt ist. Schließen Sie daher zuerst die Bestätigung ab, bevor Sie Zeit in Beiträge investieren. Die Bestätigung selbst dauert laut Google meist bis zu fünf Werktage.
Warum wurde mein Beitrag abgelehnt, obwohl nichts Verbotenes drinsteht?
Häufig liegt es an Kleinigkeiten: eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse im Text, ein Link auf eine Seite, die Google als wenig vertrauenswürdig einstuft, oder ein Bild mit viel eingeblendetem Text. Prüfen Sie diese Punkte, korrigieren Sie den Beitrag und veröffentlichen Sie ihn neu. Wird ein Beitrag trotz Korrektur wiederholt abgelehnt, hilft oft eine schlichtere Version mit neutralem Foto und kurzem Text.
Sieht man, wie viele Menschen einen Beitrag angesehen haben?
Die Auswertung im Unternehmensprofil konzentriert sich auf das gesamte Profil, etwa auf Suchanfragen, Aufrufe, Anrufe und Routenanfragen. Wie genau einzelne Beiträge ausgewertet werden, hat Google in der Vergangenheit mehrfach verändert. Wenn Sie wissen möchten, ob Beiträge Besucher auf Ihre Website bringen, versehen Sie den Link im Button mit Kampagnen-Parametern und werten Sie die Zugriffe in Ihrem Analysewerkzeug aus.
Quellen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Beiträge im Unternehmensprofil erstellen – Beitragsarten, Archivierung, Planung, Status
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Inhaltsrichtlinien für Beiträge – Kontaktdaten, Hotels, Verantwortung
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Lokales Ranking bei Google verbessern
H. Kiassif leitet das Marketing bei NEUZEITWERBER und betreut Websites, Kampagnen und Anfragestrecken für Betriebe aus Handwerk und Mittelstand.